Norwegen und Dänemark Kreuzfahrt mit Kleinkind ab Kiel mit AIDAnova

Wir berichten dir von unserer 7-tägigen AIDA Kreuzfahrt “Skandinavische Highlights” ab Kiel mit AIDAnova. Mit dabei: unsere zweijährige Tochter.
Auf dieser Kreuzfahrt haben wir alles auf eigene Faust unternommen. Unsere Tochter lief zu Fuß oder wurde in der Rückentrage getragen.
Anreise nach Kiel
Ursprünglich wollten wir mit dem ICE nach Kiel anreisen. Von unserem Startpunkt in NRW ist das eigentlich sehr komfortabel möglich. Ab Düsseldorf fährt täglich ein ICE direkt durch bis Kiel. Jetzt kommt leider das große ABER: die Deutsche Bahn wollte ganz gerne in der Hauptferienzeit eine Strecke in Kiel sanieren. Das hätte auf der Rückfahrt von Kiel nach NRW geheißen: Schienenersatzverkehr ab Kiel bis kurz vor Hamburg. Ähm… da hatten wir wirklich wenig Lust drauf. Wäre der Schienenersatzverkehr wirklich auf mehrere Hundert Kreuzfahrer ausgelegt? Würden wir einen Sitzplatz bis Hamburg bekommen? Was, wenn man ewig auf den nächsten Bus warten muss und so seinen ICE verpasst?
Aufgrund dieser ganzen Unwägbarkeiten entschlossen wir uns für die Anreise per Auto. In der Sommerferienzeit jetzt auch nicht wirklich angenehm und gleichzeitig die bessere Alternative zu dieser Bahngeschichte.
Ganz spontan entschieden wir uns bereits am Freitag loszufahren. Start der Kreuzfahrt wäre Samstag gewesen - das Ablegen mit 18 Uhr erschien uns allerdings sehr früh. Wir wollten nicht schon super früh in NRW losfahren, um ausreichend Sicherheitspuffer zu haben.
Wir fanden ein nettes Hotel nur rund dreißig Minuten vom Kieler Hafen entfernt und fuhren am Abend vorher dorthin.

Morgens frühstückten wir dort in Ruhe und machten uns anschließend auf den Weg zum gebuchten Parkplatz in Kiel. Dieser liegt etwas außerhalb - das hatten wir aufgrund der Auslastung der anderen Parkhäuser in Kiel so gewählt.
Vom Parkplatz aus nahmen wir ein Taxi zum Hafen. Dort kamen wir zur reservierten Check-In Zeit an. Der Check-In lief gewohnt zügig und reibungslos ab.
Und so waren wir schnell auf dem Schiff - unsere Kabine war bereits fertig und die Koffer standen vor der Tür. Perfektes Timing. Kurz ausgepackt und eingerichtet - schon konnte die Erkundung des Schiffes starten. :-)
Für unsere Tochter wartete noch eine coole Überraschung auf der Kabine:

Das Buch haben wir in dieser Urlaubswoche so häufig vorgelesen, dass ich es inzwischen auswendig kann.
Wir verbrachten unsere erste Zeit an Bord in der Lounge und Abends genossen wir das leckere Welcome Dinner im Steakhouse.

Aarhus
Der erste Hafen dieser Reise erwartete uns bereits am nächsten Morgen - Aarhus. Der Hafen darf nur per Shuttlebus verlassen und betreten werden - dieser ist kostenfrei und fährt super regelmäßig. Von der Shuttle-Haltestelle aus kannst du wunderbar zu Fuß die Stadt entdecken.
Direkt vor dem Hafengelände war ein kleiner Kunstmarkt. Hier kauften wir auf dem Rückweg einen neuen Magneten für unsere Urlaub-Magnet-Sammlung.
Wir liefen zu Fuß zum Salling Aarhus - ein Einkaufszentrum mit einer wunderschönen Dachterrasse. Google einfach nach Salling Rooftop. Auch am Sonntag war das Einkaufszentrum geöffnet und wir konnten die tolle Aussicht vom Rooftop anschauen.

Die Dachterrasse ist echt toll gestaltet mit diversen Sitzmöglichkeiten und einem Cafe/Restaurant.

Im Anschluss liefen wir von dort zum Freilichtmuseum Den Gamle By (15 Minuten Fußweg). Das Museum ist wirklich toll und vor allem interaktiv gestaltet. Überall laufen Museumsangestellte in passender Kleidung herum, an vielen Stellen werden Dinge vorgeführt und du kannst in fast alle Häuser und Geschäfte reinschauen.

Das Wetter war sehr wechselhaft und passend zum nächsten großen Regenschauer fuhren wir eine Runde mit der Kutsche durch das weitläufige Gelände des Museums.
Danach liefen wir zurück zum Hafen. Der Weg führte uns durch die ganz hübsche Fußgängerzone der Stadt. Direkt am Dokk 1 - in der Nähe der Shuttlebus-Haltestelle findest du übrigens Spielplätze.
Am Abend besuchten wir einen Teil der Show mit unserer Tochter. Inzwischen ist sie in einem Alter, in dem sie die Show durchaus faszinierend findet und sie sich einige Zeit in Ruhe anschauen kann.

Später am Abend stellten wir fest, dass unser Babyphone einen Defekt hatte. Es ließ sich grundsätzlich problemlos an der Rezeption umtauschen - nur leider standen wirklich viele Leute zu diesem Zeitpunkt an der Rezeption an.
Kopenhagen
Am nächsten Morgen machten wir im Hafen von Kopenhagen fest. Diese Stadt hatten wir bereits auf einer anderen Kreuzfahrt unfreiwillig (wegen Routenänderung) kennengelernt. Dieses Mal waren wir besser vorbereitet und ließen ganz bewusst den AIDA Busshuttle links liegen. Direkt vom Hafen aus kannst du einfach den öffentlichen Bus bis zur Metro nehmen. Wichtig ist nur, dass du vorher die entsprechende App für den Ticketkauf herunterlädst.
Mit der Metro fuhren wir bis zum Bahnhof Radhus - hier findest du sehr gepflegte Toiletten (kostenfrei!). Mit unserer Tochter durften wir die (abgeschlossene) barrierefreie Toilette mit Wickelauflage und Kindertoilettensitz nutzen. Die freundliche Putzfee öffnete uns die Toilette direkt proaktiv - ohne, dass wir fragen mussten.
Wir liefen dann von dort aus über die Einkaufsstraße Stroget. In manche Geschäfte schauten wir spontan hinein und ließen uns sonst einfach etwas treiben. Am Nyhavn angekommen beobachteten wir das bunte Durcheinander der viele Touristen, Schiffe und vielen Menschen, die draußen ihre Getränke und Essen genossen. Im Anschluss schauten wir dann, wie wir zurück Richtung Hafen kommen. Es war wieder ganz einfach - in die Metro und das letzte Stück mit dem Bus. Es lief wieder einwandfrei.

Zurück auf dem Schiff schauten wir, ob wir einen Platz im East zum Lunch finden - und ja, dieses Mal hatten wir Glück. :-)
Am Nachmittag nutzten wir noch die Kreativzeit mit unserer Tochter. Jedes Kind konnte sich ein Türschild basteln. Vom Personal gab es magnetische Aufkleber, mit diesen hätte man das Schild an die Kabinentür hängen können.
Dinner gab es im Brauhaus. Im Voraus freuten wir uns auf ein leckeres Schnitzel. Leider hatten wir an diesem Abend etwas Pech, denn die Schnitzel waren einfach total trocken.
Am Abend schauten wir mit unserer Tochter noch bei der Clubbie Disco vorbei - ein besonderes Highlight war heute der Besuch von Maskottchen Dodo.

Skagen
Am nächsten Morgen erwachten wir im Hafen von Skagen. Nach dem Frühstück verließen wir das Schiff und liefen Richtung Denkmal Vippefyret.
Auf dem Weg schauten wir uns die kleine Fußgängerzone an und ließen die Umgebung auf uns wirken. Das Wetter war instabil und es fing immer wieder an zu regnen. Uns fiel auf, dass die Luxusautodichte in dieser Stadt sehr hoch ist. Bisher haben wir noch keine Erklärung dazu gefunden - vielleicht weißt du mehr?

Wir erreichten das Denkmal Vippefyret. Von dort liefen wir weiter zum Strand. Hier konnte unsere Tochter ein paar Muscheln sammeln. Der Regen hielt sich zum Glück einigermaßen zurück und wir bekamen nur immer wieder wenige Tropfen ab.

Der aufkommende Wind und der immer wieder einsetzende Regen trieb uns zurück aufs Schiff. Wie sich herausstellte, war das eine gute und gerade noch rechtzeitige Entscheidung. Kaum waren wir an Bord, schon schüttete es wie aus Eimern. Den Nachmittag verbrachten wir mit warmen Getränken und leckeren Essen.
Am Abend gab es wieder die Clubbie Disco für die Kids. Dieses Mal besuchte Achwasachwas die Veranstaltung - ein absolutes Highlight für alle Kinder.

Kristiansand
Am nächsten Morgen legten wir im Hafen von Kristiansand an. Dieses Mal schafften wir es auch wirklich nach Kristiansand - hier kannst du lesen, dass es beim ersten Versuch vor zwei Jahren gescheitert ist.

Vom Hafen aus liefen wir zu Fuß zum Freilichtmuseum. Das Wetter sah erstmal nicht so vielversprechend aus, ein Blick in die Wetter App ergab, dass es nur ganz wenig regnen sollte und gegen Mittag sollte sich sogar die Sonne blicken lassen.

Das Museum erreichten wir in knapp einer Stunde. Der Weg dorthin war ganz schön, so konnten wir uns einen Eindruck der Stadt und Wohngegend rund um Kristiansand verschaffen.
Das Freilichtmuseum an sich bietet einige Einblicke in das Leben der Norweger vor einigen Jahrzehnten. Du findest viele Nachbauten oder umgesiedelte Gebäude anhand derer du dir gut das Leben vor vielen Jahren vorstellen kannst. Ein paar der Gebäude kannst du dir von innen anschauen. Darüberhinaus ist das Museum leider nicht interaktiv und es gibt keine Highlights für Kinder.
Zurück in die Stadt nahmen wir dann den Bus. Wir schlenderten durch die Fußgängerzone und bummelten durch die Geschäfte.

Der Hafenbereich ist übrigens sehr schön neu gestaltet und dem ansässigen Fischmarkt statteten wir auf dem Weg zurück an Bord noch einen Besuch ab.
Um die Mittagszeit waren wir zurück auf dem Schiff und versuchten unser Glück einen Platz im Best Burgers at Sea zu bekommen - wir waren erfolgreich. Wenige Minuten nach Eröffnung des Restaurants waren schon alle Plätze besetzt und die Warteschlange eröffnet.
Nachmittags waren wir noch beim Familienbasteln und abends gab es ein weiteres Highlight - die Clubbie Disco als Silent Party. Das war ein wirklich lustiges Event und Dodo durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Im Anschluss genossen wir noch zu Zweit den Sonnenuntergang auf unserem Balkon.

Oslo
Am nächsten Morgen wurden wir mit viel Sonnenschein in Oslo begrüßt. Den Hafen verließen wir zügig zu Fuß - der Hafen ist sehr modern und du kannst viel an der Hafenpromenade entdecken. Unser Ziel war allerdings die Fähre und wir wollten diese möglichst früh nehmen.
Die erste Fähre haben wir leider verpasst, dafür waren wir dann die Ersten in der Schlange für die zweite Fähre des Tages. Warum überhaupt Fähre? Wir wollten uns gerne das Frammuseum anschauen und der einfachste und schnellste Weg vom Hafen aus ist dann die Fähre.
Vom Wasser aus hast du dann nochmal eine besondere Aussicht auf dein Kreuzfahrtschiff.

Das Frammuseum hat uns sehr gut gefallen. Es war schon sehr viel los - von daher hat sich das frühe Erscheinen wieder gelohnt, denn im Laufe des Tages wurde es immer voller. Im Museum erfährst du wie das Leben auf den Schiffen bei den ersten Arktis-Expeditionen gewesen sein muss.

Zurück fuhren wir wieder mit der Fähre. Vom Hafen aus liefen wir Richtung Stadt - ganz ohne Ziel, wir wollten uns einfach Treiben lassen. So liefen wir dann Richtung Schloss und danach über einen Umweg mit der Oslo Domkirche und einigen Geschäften wieder Richtung Hafen zurück.

Den Tag ließen wir dann an Bord von AIDAnova ausklingen.
Seetag
Unser letzter Tag war ein Seetag an Bord von AIDAnova. Das erste Highlight des Tages war ein Besuch des warmen Whirlpools. Um die Mittagszeit war die Clubbie Parade ein weiteres Highlight für Groß und Klein.

Für diesen Abend hatten wir bereits vorab einen Platz im Teppanyaki Restaurant reserviert. Dieses aufpreispflichtige Restaurant-Erlebnis war wirklich toll! Unsere Tochter konnte etwas über die Kinderkarte (kostenfrei) bestellen. Die Kochshow fand sie genau wie wir sehr spannend und unterhaltsam.

Am frühen Abend gab es dann noch ein weiteres Highlight für alle Gäste: ein Schwesterntreffen mit AIDAdiva. ;-)

Tja und dann war die Woche Urlaub schon wieder vorbei. Die Ausschiffung am nächsten Morgen verlief gewohnt organisiert und flott. Unser Auto stand noch auf dem Parkplatz und der Verkehr auf dem Heimweg hielt sich in Grenzen.
Fazit: Im Vergleich zu unserer ersten Kreuzfahrt mit Baby vor zwei Jahren waren wir dieses Mal deutlich entspannter unterwegs – unsere Tochter konnte die Häfen als Kleinkind schon aktiv mit erkunden, statt nur getragen zu werden. Die Mischung aus dänischen und norwegischen Häfen hat uns richtig gut gefallen, und dieses Mal hat es sogar mit Kristiansand geklappt. Eine Kreuzfahrt mit Kleinkind komplett auf eigene Faust zu erleben funktioniert erstaunlich gut – wir kommen sicher wieder.
Warst du bereits auf dieser Route unterwegs? Oder denkst du über eine Buchung nach? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.
Norwegen Kreuzfahrt mit Baby ab Kiel mit AIDAnova
In diesem Beitrag berichten wir dir von unserer 7-tägigen AIDA Kreuzfahrt nach Norwegen ab Kiel mit der AIDAnova. Mit dabei: Unsere 7-Monate junge Tochter. Diese Kreuzfahrt war etwas ganz Besonderes…
WeiterlesenNorwegen Kreuzfahrt mit Baby ab Hamburg mit AIDAperla
In diesem Beitrag berichten wir dir von unserer 9-tägigen AIDA Kreuzfahrt nach Norwegen ab Hamburg mit der AIDAperla. Mit dabei: Unsere 9-Monate junge Tochter. Auf dieser Kreuzfahrt haben wir in allen…
WeiterlesenMein Schiff Kanaren Kreuzfahrt mit Kleinkind: Erfahrungen und Tipps
Wir berichten dir von unserer 12-tägigen TUI Cruises Mein Schiff Kreuzfahrt von Bremerhaven bis Gran Canaria mit der Mein Schiff 1. Mit dabei: Unsere 1-jährige Tochter. Auf dieser Kreuzfahrt haben wir…
WeiterlesenMein Schiff Kreuzfahrt mit Baby oder Kleinkind – Unsere Tipps
Reisebuchung Grundsätzlich ist es auf der Mein Schiff Flotte notwendig, dass dein Baby mindestens 6 Monate alt ist. Bei einer Reiseroute mit mehr als 3 aufeinanderfolgenden Seetagen, ist ein…
WeiterlesenNoch keine Kommentare. Sei der Erste!



